Hochwassereinsatz Innerste 2013

Nach mehreren Tagen mit ergiebigen Regenfällen wurden wir langsam unruhig. Eine Woche zuvor hatten wir noch die FB1 bei ihrer Hochwasserübung in Sarstedt unterstützt. Sollte es tatsächlich nun schon zum Äußersten kommen?

Tatsächlich, am Sonntag, 26.05.2013, erreichte den Zugführer am frühen Abend der Anruf von KBM Josef Franke. Er teilte dem Zugführer mit, dass er ihn möglicherweise noch in der folgenden Nacht oder am nächsten Morgen anrufen würde, dass wir für die Einsatzkräfte Verpflegung herrichten müssen.

Daraufhin wurden einige Kameraden des Versorgungszuges in Alarmbereitschaft versetzt, die es mit dem Arbeitgeber vereinbaren konnten am nächsten Tag der Arbeit fern zu bleiben und Dienst für den Katastrophenschutz zu leisten. Den Arbeitgebern sei an dieser Stelle ein großer Dank ausgesprochen. Gemäß Katastrophenschutz-Gesetz sind sie zwar dazu verpflichtet die im Katastrohenschutz tätigen Mitarbeiter von der Arbeit freizustellen, diese Bereitschaft ist oftmals jedoch leider nicht vorhanden.
Bereits gegen 19:30 Uhr kam überraschenderweise der Anruf vom KBM. Er berichtete dem Zugführer von einer Lageänderung die keinen Aufschub dulden würde. Wir waren gefordert noch am selben Abend Warmverpflegung für die Einsatzkräfte in der FTZ in Groß Düngen herzurichten.

Glücklicherweise haben wir für solche Fälle Notfallrufnummern, sodaß ein sofortiges Handeln möglich und die benötigten Lebensmittel auch Sonntag abends kurzfristig beschaffbar waren. Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle an die Landfleischerei Bartels, deren Mitarbeiter sofort die benötigten Würstchen für uns packten, die wir 45 Minuten nach Anruf bereits aus Lamspringe abholen konnten. Noch dankbarer sind wir vor dem Hintergrund, dass dies für die Mitarbeiter nicht nur die Arbeit am Sonntag Abend sondern auch früherer Arbeitsbeginn ein paar Stunden später am Montag Morgen bedeutete, damit die herausgegebenen Würstchen, die eigentlich für die Filialen auf Lager lagen, nun nachproduziert werden mußten!

Wir fuhren also in die FTZ und bauten die Küche in der Fahrzeughalle auf. 1,5 Stunden später konnten wir vermelden: Würstchen sind warm, Kaffee und Tee gekocht! Die Einheiten können kommen, sich direkt bei uns stärken oder die Verpflegung abholen und in Ihren Standorten einnehmen. Am frühen Montag Morgen war der Spuk vorbei. Wir konnten einpacken und wieder in unseren Standort zurückkehren.

Es wurden rund 500 Würstchen sowie Heiß- und Kaltgetränke ausgegeben.