Hochwassereinsatz an der Elbe 2013


Am späten Mittwoch Abend, 05.06.2013, wurden wir durch KBM Josef Franke zum Hochwassereinsatz an der Elbe alarmiert. Am nächsten Morgen um 08.00 Uhr würde sich die FB2 in Nordstemmen sammeln um Richtung Amt Neuhaus aufzubrechen, so hieß es. Wir sollten uns auf eine Einsatzdauer von gut einer Woche einstellen.
Es dauerte bis gegen Mitternacht bis alle Kameraden abtelefoniert und alarmiert waren. Erfreulicherweise brauchte nicht viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Viele der Kameraden sagten umgehend zu. Holger Schaper-Hoppe brauchte nur über Personenanzahl und Zeitdauer informiert werden und schon war auch die Getränkebeschaffung geregelt.
Wir trafen uns um 07.00 Uhr an der Scheune zum Laden der benötigten Dinge und der Getränke. Außerdem wurde noch schnell die Einkaufsliste der LEbensmittel besprochen. René machte sich auf den Weg nach Nordstemmen um dort die Einsatzinformationen vom KBM abzuholen. Der Rest fuhr zu MIOS um Lebensmittel einzukaufen und zu laden. Hier machte sich der neue Kühltransporter voll bezahlt und die einwandfreie Kühlung der Lebenmittel war sicher gestellt.
Gegen 10.00 Uhr machten wir uns dann endlich auf den Weg nach Amt Neuhaus. Unterwegs erhielten wir von Heiko Bartels den Befehl direkt nach Stiepelse zu fahren. Dort angekommen bekam "der Biber" René Bieberle recht bald die Aufgabe sich um uns zu kümmern. Er hat sich prima für uns eingesetzt. Und das war nicht einfach für ihn. An dieser Stelle noch einmal ein riesen Lob!
Letzten Endes bauten wir die Küche direkt am Feuerwehrhaus in Sumte auf. Dort hatten wir alles was wir brauchten und konnten uns fort an voll auf unsere Arbeit konzentrieren. Sofort nach dem Aufstellen des Küchenzeltes wurden Würstchen warm gemacht und als Imbiss nach Stiepelse gefahren und dort an unsere FB2 ausgegeben. Am Abend gab es Kaltverpflegung. In der Nacht haben wir Kaffee und belegte Brote raus gebracht. Am nächsten morgen gab es Frühstück mit frischen Brötchen von Bäckerei Ickert. Super lecker und der Bäcker absolut unkomplziert. Danke! an dieser Stelle!
Nach dem Frühstück hieß es dann: Aufrödeln und in Amt Neuhaus in Bereitschaft. Schließlich kam der Anruf vom KBM: Fahrtziel lautet Heimat. Ab nach Hause.

Bis Sonntag Abend hatten wir Ruhe. Dann kam am frühen Abend der Anruf von KBM Josef Franke:
Die FB3 sammelt sich um 20.00 Uhr und fährt wieder an die Elbe.
Wir trafen uns ebenfalls um 20.00 Uhr, jedoch an der Scheune. Gleiches Spiel wie schon am Donnerstag früh, was die Abholung der Detailinformationen anging. Zusätzliche Herausforderung: Lebensmittel einkaufen. An einem Sonntag, Sonntag abend!? Glücklicherweise gibt es Notfallnummern. Auch von MIOS habe wir solch eine: Wir konnten also am Sonntag Abend um 20.30 Uhr noch bei MIOS einkaufen. Prima!
Die Getränkelieferung funktionierte auch prompt, ebenso wie die Lieferung des Gyros-Fleisches von Landschlachter Bartels, der uns das Fleisch direkt zur Scheine lieferte. Gut, dass wir Partner haben auf die wir uns blind verlassen können und die uns so perfekt unterstützen!!! Danke !!!
Diesmal war die Unterkunft für die Küche schneller klar gemacht: Feuerwehrhaus Sumte! Juhuu! Perfekt! Wir sind also geschlossen zum Feuerwehrhaus gefahren. Während begonnen wurde das Zelt aufzustellen, sind wir morgens um 02.00 Uhr nach Preten gefahren um den schlüssel für das Feuerwehrhaus vom OBM Volker Voss abzuholen, der dort mit bei den Einsatzkräften war, die Sandsäcke füllten. Volker konnte uns getrost den Schlüssel ohne weitere Worte überlassen. Wir kennen uns ja bestens aus.
In diesem Moment schwappte uns sofort die Dankbarkeit von Volker entgegen: Toll, dass ihr wieder da seid! Es tut so unendlich gut, den Dank zu spüren und macht die Strapazen wieder fast vergessen. Eines gibt es an dieser Stelle noch zu berichten: Die Feuerwehr Sumte hat deutschlandweit ein Alleinstellungsmerkmal: Einen OBM im Rollstuhl! Und das mit einer Selbstverständlichkeit! Der Wahnsinn! Respekt! Es macht einfach Spaß mit ihm und seinem Team zusammen zu arbeiten.
An dieser Stelle möchte ich auch meinem Kompetenzteam danken für den kompromisslosen Rückhalt und die Leistungsbereitschaft. 24h rund um die Uhr. Ohne zu murren. Das finde ich bemerkenswert und toll. Ich bin mega stolz auf euch! DANKE! Und weiter so!
Zurück zum Thema: zwischen 03.00 und 03.30 Uhr hatten wir bereits warme Würstchen am Deich. Auf der Rückfahrt dämmerte bereits der Morgen. Zeit sich um die Brötchen und das Frühstück zu kümmern. Dank Bäcker Ickert war das kein Problem. Es gab wie selbstverständlich frische Brötchen.
Weiterer Text folgt. Jetzt erstmal Bilder: