27.-28.09.2014
Großübung an der Schnellfahrstrecke bei Sarstedt

Durch unseren Landkreis ziehen sich einige Kilometer Schnellfahrstrecke (Gleisanlagen für ICE-Züge). Sie führen durch Tunnel und auf Dämmen entlang. Im Falle eines Unglückes gibt es dadurch viele Schwierigkeiten zu bewältigen. Ob die Bergung aus einem Tunnel oder von einem hohen Bahndamm - besser man übt es bevor es tatsächlich mal geschieht.

So auch nun wieder. Diesmal nicht wie die letzten Male in einem Tunnel sondern bei Sarstedt auf dem Bahndamm im Bereich einer Brücke. Ein echter Zug, Dunkelheit und rund 150 super präparierte Verletztendarsteller ließen die Situation gespenstisch echt aussehen. Rund 600 Kameraden der Feuerehren der Umgebung hatten alle Hände voll mit der Rettung der Verletzten zu tun.

Abgekämpft und hungrig kamen die Verletzten und die Kameraden, die noch nicht direkt wieder nach Hause gefahren sind, in den frühen Sonntag-Morgenstunden zu uns. Wir waren in der Feuerwache in Sarstedt untergebracht und hatten bereits Würstchen und Heiß- und Kaltgetränke bereitgehalten.

Während die Kameraden der Feuerwehren am späten Samstag-Abend alarmiert wurden, hatten wir bereits viele Stunden in den Knochen:
15:00 Uhr Lebensmittel einkaufen
17:00 Uhr Lunch-Pakete für die Verletztendarsteller packen
19:00 Uhr Lunch-Pakete zur FTZ bringen und an Jürgen Spormann übergeben, der sie zu den Verletztendarstellern bringt
anschließend Feldküche mit Wasser füllen und anheizen,
Getränke laden.

Gerade etwas zur Ruhe gekommen. Telefon klingelt. Kreisbrandmeister Joef Franke: "Wir ziehen eure Alarmierung vor. Pieper werden in einer halben Stunde gehen. Die Presse muss in Sarstedt versorgt werden."
Pustekuchen halbe Stunde! nach 5 Minuten ging bereits der Pieper!
Wer nochnicht in der Halle war weil er zu der Gruppe der Vorbereiter gehörte, wurde nun unsanft aus der Ruhe gerissen und eilte zur Halle. Gemeinsam stellten wir den Konvoi zusammen und fuhren mit Blaulicht und Martinshorn über die Alfelder Straße, vorbei an Polizei und Stadtwerken quer durch Hildesheim nach Sarstedt. Innerlich hatten wir uns schon auf ein paar schöne Blitzerfotos gefreut. Vergebens: alle unscharf!
So kamen wir zügig in Sarstedt an und rückten in die Feuerwache ein. Alles war schnell an Ort und Stelle.

Nachdem wir alle soweit am frühen Sonntag-Morgen verpflegt hatten und sich die Feuerwache leerte, konnten wir auch endlich einpacken und abrücken. Es wurde bereits hell als wir vom Standort in unsere Wohnorte zum Schlafen zurückfuhren. 18 Stunden Einsatz gingen so zu Ende.