Mitwirkung im Zivil- und Katastrophenschutz

Nach dem Wegfall des Wehrdienstes wird der Strom derer, die den Wehrdienst aus vielerlei Gründen nicht antreten wollen und nach Alternativen suchen logischerweise derzeit immer dünner. Der Zivil- und Katastrophenschutz hat dadurch aber weder an Bedeutung noch an Wichtigkeit eingebüßt. Dass Grossschadenslagen, die den Zivil- und Katastrophenschutz auf den Plan rufen, jederzeit eintreten können, beweisen die Nachrichten in Radio und Fernsehen täglich: Großflächige Überschwemmungen, Großbrände in Fabriken, Chemieunfälle, Massenkarambolagen, Erdbeben, ... Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Auch für unseren Bereich gibt es Katastrophenschutzpläne, die den Landkreis Hildesheim betreffen. Hier sind zum Beispiel das Kernkraftwerk Grohnde an der Weser oder die Papierfabrik in Alfeld an der Leine zu nennen. Die Mitwirkung im Zivil- und Katastrophenschutz hat natürlich auch Nachteile: Viel anstrengende Arbeit, z.T. schmutzige Hände, schlaflose Nächte. Dagegen stehen jedoch auch viele Vorteile: dankbare Menschen, denen man geholfen, zum Teil sogar das Leben gerettet hat, Anerkennung in Bevölkerung und Politik, Informationen früher als viele andere zu bekommen (viele Informationen dürfen zum Schutz der Bevölkerung natürlich gar nicht oder erst verzögert über den Kreis der im Zivil- und Katastrophenschutz mitwirkenden Einsatzkräfte hinausgetragen werden), Erfolge zu erbringen zu denen man als einzelner nie in der Lage wäre, Mitglied einer großen verschworenen Gemeinschaft zu sein.

Wer bereits aktives Mitglied in einer freiwilligen Feuerwehr ist und gesundheitlich fit ist, hat die Möglichkeit bei folgenen Katastrophenschutzeinheiten mitzuwirken:

natürlich beim Versorgungszug, kurz VersZ., der für die Versorgung und Unterbringung vorrangig der Einsatzkräfte zuständig ist. "hier leidet niemand Hunger!"
Kontaktperson: Zugführer Lars Wittenberg, Email: info (at) versorgungszug.de

außerdem beim ABC-Zug, der vorrangig für die Feststellung von Gefahren, die durch atomare, biologische oder chemische (Kampf-) Mittel drohen sowie ggfls. für die Dekontermination von Personen, Gegenständen und Geländen zuständig ist.
Kontaktperson: Zugführer Maik Büssing, Email: maikbuessing (at) aol.com

außerdem beim Gefahrgut-Zug, der vorrangig für die Eindämmung und Beseitigung von Gefahrstoffen zuständig ist.
Kontaktperson: Zugführer Torsten Pietschmann, Email: pietschmann-derneburg (at) t-online.de


Nachstehend Auszüge aus dem Zivilschutzgesetz und aus dem Niedersächsischem Katastrophenschutzgesetz über die Aufgaben sowie über die Rechtsverhältnisse der freiwilligen Helfer:

Auszug aus dem Zivilschutzgesetz (ZSG):

§21
Rechtsverhältnisse der Helferinnen und Helfer
(1) Rechte und Pflichten der im Zivilschutz mitwirkenden Helferinnen und Helfer richten sich den landesrechtlichen Vorschriften für den Katastrophenschutz, soweit durch dieses Gesetz oder andere Rechtsvorschriften des Bundes nicht anders bestimmt ist.


Auszug aus dem Niedersächsischem Katastrophenschutzgesetz (NKatSG):

§17
Helfer im Katastrophenschutz

(1) In den Einheiten und Einrichtungen des Katastrophenschutzes wirken freiwillige Helfer ehrenamtlich mit. Sie verpflichten sich zum Dienst im Katastrophenschutz gegenüber dem Träger der Einheit oder Einrichtung, soweit ihre Mitwirkungspflicht nicht bereits auf der Zugehörigkeit zum Träger besteht.
(2) Der Dienst im Katastrophenschutz umfaßt insbesondere die Verpflichtung, an der Katastrophenbekämpfung und an Katastrophenschutzübungen teilzunehmen.

§18
Rechtsverhältnisse der Helfer
Die Rechte und Pflichten der Helfer bestehen gegenüber dem Träger der Einheit oder Einrichtung, der sie angehören. Sie richten sich, soweit sie nicht gesetzlich geregelt sind, nach der Satzung oder den sonstigen Vorschriften des Trägers. Soweit solche Vorschriften fehlen, gelten die Vorschriften des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren entsprechend. Dies gilt insbesondere für den Ersatz von Auslagen und Sachschäden.